Herzinfarkt als häufigste Folge der Herz – Kreislauf – Erkrankung

Der Herzinfarkt ist eine der häufigsten Folgen der Herz – Kreislauf – Erkrankung

Spaziergänge nach dem Herzinfarkt; Foto: Jörg Sabel / pixelio.de

Spaziergänge nach dem Herzinfarkt; Foto: Jörg Sabel / pixelio.de

Der Herzinfarkt ist insbesondere auf mechanischen Stress im Bereich der Herzkranzarterien zurückzuführen. Das Herz ist ständig in Bewegung: die Herzkranzarterien auf der Herzaußenseite werden mit jedem Herzschlag zusammengedrückt. Ein ständiger Wechsel zwischen Füllungsphase und Auswurfphase, so dass der Herzmuskel teilweise entspannt ist und die Koronararterien offen und durchblutet sind und teilweise sind die Koronararterien wieder flachgedrückt, so dass kaum noch Blut hindurch fließen kann.

Das bedeutet natürlich insgesamt eine hohe mechanische Belastung, so dass vorbeugend die bekannten Risikofaktoren möglichst niedrig zu halten sind.

 

 

 

Zu den Risikofaktoren für einen Herzinfarkt gehören u.a. Folgende:

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • Blutzuckerkrankheit ( ” Zucker “; Diabetes )
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Vererbung

 

Koronarer Herzinfarkt – Angina pectoris

Der koronare Herzinfarkt wird durch die Atherosklerose der Herzkranzarterien verursacht. Mangeldurchblutungen und hierdurch bedingt auch Sauerstoffmangel im Herzmuskelgewebe führen letztendlich zum koronaren Herzinfarkt.

 

 Symptome der Angina pectoris

  • Brustschmerzen, aufgrund des Sauerstoffmangels im Herzmuskelgewebe
  • Schmerz-Bereich: meist hinter dem Brustbein, im linken Brustkorb; übergehender Schmerz teilweise bis in den linken Arm
  • Schmerz-Gefühl: stechend, beklemmend, teilweise bis zu Erstickungsanfällen und Todesängsten gehend
  • Schmerz-Auslöser: oftmals in Zusammenhang mit Belastung oder bei Kälte

 

Therapie / Gegenmaßnahmen

  • Ursachen der Brustschmerzen ärztlich abklären
  • ggf. Medikamente
  • Ruhe
  • ggf. Ballonkatheter oder Bypasschirurgie

Im Notfall:

  • Notarzt rufen
  • Oberkörper erhöht lagern
  • beengende Kleidung entfernen

 

Vorbeugung

  • Rauchen beenden (und andere Risikofaktoren – siehe oben – vermeiden)
  • Vermeidung von Stress
  • Vermeidung von Kälte
  • Ernährungsumstellung auf leichte Kost; blähende Speisen meiden
  • Durchblutung fördern durch Wechselbäder (beispielsweise warme Armbäder ca. 15 Minuten und mit kalten Armbädern abwechseln)

(Achtung: Vorbeugung ersetzt bei aktiven Beschwerden keinen Arztbesuch und genaue Klärung der Ursachen!)

 

Herzinfarkt

Der Herzinfarkt entsteht durch Absterben des Herzmuskelgewebes infolge von mangelnder Durchblutung der Koronararterien. Ursache sind meistens atherosklerotische Ablagerungen und hierdurch der Verschluss einzelner Koronararterien. Hauptursache ist somit die koronare Herzerkrankung (siehe oben).

 

Symptome des Herzinfarkts

  • Starke und plötzliche Schmerzen im Brustbein; teilweise übergehend bis in den linken Arm oder in den Oberbauch
  • starkes Engegefühl, Unruhe, bis hin zur Todesangst
  • Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen
  • Herzrhythmusstörungen (die teilweise bis zum Tod führen können)
  • Blutdruckabfall
  • teilweise akute Luftnot
  • in seltenen Fällen: Herz – Kreislauf – Schock (Kreislaufstillstand, da das Herz zu wenig Blut durch das Herz pumpt)

Aber Achtung: Es gibt auch den “stummen” Herzinfarkt

Jeder fünfte Betroffene empfindet keine Schmerzen bei einem Herzinfarkt. Hiervon können insbesondere Menschen betroffen sein, die an Diabetes leiden, da diese Krankheit die Nervenleitfähigkeit vermindert.

 

 Ersthilfe beim Herzinfarkt

  • sofort Notarzt verständigen
  • bei Herzstillstand: sofort Wiederbelebungsversuche
  • Betroffener bei Bewusstsein: bis zum Eintreffen des Notarztes flach  bzw. leicht erhöht lagern

 

Unterstützende Maßnahmen nach einem Herzinfarkt nach der Krankenhausentlassung

  • Kontrollen durch den Hausarzt und ggf. eine Anschlusstherapie
  • leichte und regelmäßige Bewegungsübungen (Spazieren gehen etc.)
  • Ernährungsumstellung auf leichte Kost mit viel Obst und Gemüse
  • Vermeidung körperlich und nervlich starker Belastung (Stress) nach einem Herzinfarkt

 

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